Reiki Convention 2019

  • Mittwoch 19.6.2019:   heute ist für mich der Anreisetag auf der 10. Reiki Convention in Parimal Gut Hübenthal. Die Bahnfahrt war angenehm und die Vorfreude steigt.  Bei dem gemeinsamen Abendessen, vegetarisch, vollwertig und lecker, lerne ich die ersten Teilnehmer kennen und freue mich über bekannte Gesichter.
  • Donnerstag 20.6.2019:   die Eröffnung des Meistertages findet in der Budda Hall statt. Der Podiumsbereich ist wieder sensationell von Nicole geschmückt worden. Es gibt ein Blumenmeer in einer unglaublich tollen Farbenpracht. Jedes Jahr aufs Neue ist es eine große Freude diese Kreativität zu bewundern. Der erste Referent ist Frans Stiene. Da Frans überwiegend Englisch spricht wird er wieder von Elke übersetzt. Er spricht über das DKM, das große strahlende Licht. Seine Lehre beruht sehr stark auf den fünf Lebensregeln, die Mikao Usui damals verfasst hat. Frans lehrt, dass Reiki nicht nur Hand auflegen ist, sondern das Verkörpern des DKM und der Lebensregeln. Das Leben der Lebensregeln ist einfach die Basis von Allem, dazu gehört natürlich auch die Selbstliebe. Wenn ich mich nicht selber Liebe, kann ich auch niemanden anderen lieben. Bei der Einweihung hilft der Reiki Lehrer dem Schüler, dass er sein Licht entfacht und zwar von innen nach außen. Der Klient soll selber in seine Kraft kommen. Der zweite Workshop war mit Sabine Hochmuth. Ihr Thema war: was bedeutet Reiki Meisterschaft. Sabine gestaltet ihre Workshops gerne als offenen Dialog, so dass viele Ansichten und Meinungen diskutiert werden können. Der Raum ist ja gefüllt mit Reiki Meistern, die  alle ihren Weg gehen. Die unterschiedlichen Beiträge waren, das Leben in die eigenen Hände nehmen,  — die Meisterschaft beginnt mit der Einweihung, die am Ende der Lehrer Ausbildung ist, so wie zB Oliver Klatt es lehrt,  — die Meisterschaft ist ein Abschluss um hinterher arbeiten zu können, so wie es im Handwerk auch üblich ist, — jeder Reiki Meister geht seinen individuellen  Weg,Achtsamkeit, das sein im Hier und Jetzt,wenn man die Welt verändern möchte, fängt man am besten bei sich selber an,  — es ist auch völlig in Ordnung Reiki ausschließlich für sich selber zu nutzen,es ist extrem wichtig sich um sich selber zu kümmern und sich gut mit Allem zu versorgen, Vertrauen, dass alles so kommt, wie es kommen soll. Den dritten Workshop habe ich bei Oliver Drewes mir angehört. Sein Thema war die Kurama Satori Meditation. Am Anfang hörten wir eine kurze Einweisung über den Ablauf der Meditation und dann durften wir eine kraftvolle, intensive Meditation mit Reiki erfahren. Den letzten Beitrag am Donnerstag habe ich bei Mark Hosak gehört. Sein Thema war Reiki Einweihung. Da Mark Japanologe ist und seine Doktorarbeit über den Gedenkstein von Mikao Usui geschrieben hat, sind seine Ausführungen für mich immer besonders interessant. Einweihungen bedeutet für ihn in ein Geheimnis oder in eine Lehre eingeweiht zu werden. Das Weihe Ritual ist eine Kraft. Für ihn ist es immer wieder phantastisch, dass nach nur einem Wochenende mit 4 Einweihungen, der neue Reiki Schüler die Reiki Kraft in seinen Händen spürt und dann Reiki Kanal ist. Mikao Usui, der Begründer unserer Reiki Linien, hat die Einweihung durch eine spirituelle Erfahrung erhalten. Mark beschreibt die vier Einweihungen so,  die 1. Einweihung dient dem Öffnen des Reiki Kanals, die 2. Und die 3. Einweihung werden gemacht, damit der Schüler mit der Energie zurecht kommt, die 4. Einweihung wird gegeben, damit die Reiki Energie ein Leben lang hält. Wir durften noch ein paar Übungen machen, dabei haben wir die Behandlung mit der dominanten Hand gegeben und mit der andere Hand in die Schwanenhalsmudra gemacht.
  • Freitag 21.6.2019:  bevor die Convention mittags für alle Reiki Grade geöffnet wurde, hatten wir die Möglichkeit zusätzlich einen Workshop zu buchen.  Ich hatte mich für den Intensiv Workshop bei Oliver Drewes entschieden, mit dem Thema: Chakra Diagnose und Harmonisierung. Oliver hat seine Reiki Ausbildung bei Hiroshi Doi gemacht und so hörten wir viel aus der Gendai Reiki Ho Linie. Für mich ist das gerade eine große Bereicherung von Reiki Veranstaltungen, dass man andere Reiki Stile kennen lernt und neue Erfahrungen machen kann. Die Chakren zeigen die Vitalität des physischen Körpers und die Energie des spirituellen Körpers. Man kann die Aktivität der Chakren verbessern. Jedes Chakra hat seine eigene Farbe, darum kann man sie mit weißem Licht harmonisieren. Danach haben wir die Übung Jiko-Joka-Healing zusammen gemacht. Diese ist eine sehr schöne Übung um wieder in die eigene Kraft zu kommen. Bei der Arbeit mit den Chakren fängt man an und gibt Reiki in das Tandem. Danach behandelt man ein Chakra nach dem anderen und gleicht die Farben aus, indem man weißes Licht hineingibt. Hierzu haben wir Partnerübungen gemacht. Nach dem Mittagessen gab es dann die Eröffnung der Reiki Convention für alle Grade. Der große Raum war wirklich voller Menschen und auch gut gefüllt mit Reiki Energie.  Am Nachmittag habe ich einen Vortrag von Falk Michael Moog gehört, der aus Basel angereist ist. Sein Thema war: Reiki in der Neurologie. Falk ist seit langem Physiotherapeut in einer Klinik in Basel im Bereich Neurologie. Dort hat er jetzt Reiki eingeführt. Nach einer, doch recht medizinisch orientierten Einführung, berichtete er von seinen Erfolgen.  Er behandelt seine Patienten mit direktem Hand auflegen und auch mit Fernreiki. Wir sahen Kurzfilme zu seinen Behandlungen. Für mich war das eine total neue Erfahrung zu sehen, wie jemand, der ab der Hüfte gelähmt ist, bei einer Fernbehandlung auf einmal Bewegungen in den Beinen hat. Um das Ganze als Studie zu werten, müssten sicher Reihenbehandlungen gemacht werden. Seine Behandlungsansätze werde ich sicher auch bei meinen Klienten machen. Seine Art der Fernbehandlungen und die Affirmationen hat er aus dem Buch von Mark Hosak : Reiki in der therapeutischen Praxis. Nach dem wieder sehr leckeren Abendessen durften wir ein Blessing oder Reiju bekommen. Sieben Referenten boten die Energieübertragung an und wir durften wählen. Meine Wahl fiel auf Sabine Hochmuth, die es in dem wunderschönen Garten unter freiem Himmel gestaltet hat. Es war wieder phantastisch. Ich kann das nicht beschreiben, dass muss man einfach fühlen.
  • Samstag 22.6.2019,  der Samstag begann mit einer Podiumsdiskussion zu dem Thema: Einweihungen, Symbole und die Essens von Reiki. Auf dem Podium waren Oliver Klatt, Oliver Drewes, Mark Hosak, Frans Stine und Elke Porzucek, die Frans übersetzt hat, aber leider nicht persönlich mitgesprochen hat. Die einzige Frau in der Runde war Sabine Hochmuth. Jeder Referent hat seine Sicht auf die Essenz von Reiki erzählt. Es ist immer interessant, weil die Referenten ja unterschiedliche Ausbildungen und Reiki Stile lehren. Für mich ist das immer eine große Bereicherung auch mal andere Meinungen zu hören. Die Essenz von Reiki kommt immer auf die Liebe raus. Es ist immer ein Gefühl von: alles eins sein. Der innere Friede ist auch möglich, wenn es im Außen keinen Frieden gibt. Die Essenz ist auch, den Reiki Weg immer weiter zu gehen. Bei der energetischen Einweihung wird das alte Wissen wieder aktiviert. Dazu gehört auch immer das Vermitteln von Theorie. Für mich gehört auch ein Lehrer dazu, der anwesend ist und nach der Einweihung für mich und meine Fragen immer da ist. Ein Thema ist natürlich immer , in meinen Augen recht fragwürdigen Angebote, aus dem Internet. Für mich war danach erst einmal eine Pause angesagt, in der ich entspannt im Garten gesessen habe und einfach nur da war. Nach der Mittagspause war ich in einem Workshop mit Stefan Karnev, den ich auch schon lange kenne und als Referenten sehr schätze. Stefan ist bulgarischer Reiki Meister und verbindet gerne die Workshops in Deutschland mit seiner Heimat. Dieses Jahr war sein Thema: Das Lied des Herzens. Man sollte Reiki immer mit offenem Herzen geben.  Wir können die Dankbarkeit, für alles was ist, nur fühlen wenn wir voller Liebe sind bei einem offenen Herzen.  Bevor wir mit der Meditation begonnen haben, haben wir noch eine Atemübung für das Herzchakra gemacht. Stefan hat die Meditation in Bulgarisch vorgelesen. Es ist immer wieder eine sehr interessante Erfahrung, die intensiven Schwingungen und Energien der Worte zu spüren, ohne sie zu verstehen. Der Verstand ist dabei einfach ausgeschaltet. Beim Reiki geht es ja immer wieder um das Spüren und nicht darum es mit dem Verstand zu verstehen. Wir waren alle tief berührt von den Worten.  Am Nachmittag stellte sich bei mir eine Fülle ein, die ich erst einmal integrieren musste. Ich habe mir eine Auszeit von den Workshops genommen und den Garten genossen. Es begann eine neue Erfahrung für mich, denn Teilnehmer kamen auf mich zu, für nette Gespräche über alles was wir hier so erfahren haben. Vor dem Abendessen war wieder der Marktplatz. Teilnehmer können ihre Bücher oder CD s verkaufen oder uns über ihre Arbeit informieren. Einige Teilnehmer hatten auch selber hergestellte Handtaschen oder kunstvolle, kleine Türen zu verkaufen. Mein Interesse galt den Ölen, die angeboten wurden.  Das Reiki Magazin und das Sonderheft von Frau Takata wurden auch verkauft. Der Marktplatzt ist immer eine schöne Gelegenheit zum Austausch oder Information. Bei strahlendem Sonnenschein war es ein sehr buntes Treiben.
  • Sonntag 23.6.2019, am Sonntag habe ich mich für den Vortrag von Bernfried Mönkemeyer entschieden. Sein Thema war: Reiki und Christentum. Bernfried berichtete, dass er katholisch ist und sehr christlich aufgewachsen und erzogen wurde. Ihm ist es sehr wichtig, dass Reiki auch von der katholischen Kirche anerkannt wird, darum hat er sehr intensiv in der Bibel recherchiert. Er nannte uns Bibelzitate, wo es bei Jesus um Heilung ging und er seinen Jüngern gesagt hat: geht in die Welt und heilt. Es stellt sich immer die Frage, wie kann man Reiki in unserer Kultur verankern? Auch in diesem Vortrag ist die Erkenntnis, arbeitet nicht mit eurem Kopf, sondern mit eurem Herzen. Interessant für mich war auch die Aussage, dass Jesus nur die geheilt hat, die ihn darum gebeten haben. Beim Reiki praktizieren wir das ja ebenso. Ich bewundere die Energie, die Bernfried aufwendet um mit den Menschen der katholischen Kirche ins Gespräch zu kommen. Der zweite Vortrag am Sonntag war für mich der von Patrick Grete. Patrick ist Physiker und hatte am Freitag einen Workshop, wo er mit seiner Wärmebildkamera Aufnahmen gemacht hat. Wir hörten jetzt das Ergebnis der der „ heißen Hände.“ Eine wichtige und klare Aussage ist: Reiki ist nicht messbar. Wenn man Reiki gibt, werden die Hände aber wärmer und das ist messbar. Wir sahen die Bilder der Wärmebildkamera und danach die Kurven, wie der Wärmeverlauf sich gestaltet hat. Das war für mich hochinteressant. Zum ersten Mal konnte man klar sehen, dass wirklich etwas passiert, wenn man Reiki gibt. Die Hände wurden innerhalb von 10 Minuten bis zu 2 Grad wärmer. Danach hat Patrick die Probanden gebeten Die Reiki Symbole zu zeichnen, auch da war ganz eindeutig eine schnellere Temperaturerhöhung zu sehen. Selbst beim „Fernreiki“ wurde eine Erhöhung der Temperatur nachweislich gemessen. Für mich war es ein sehr informativer Vortrag und ich hoffe, dass Patrick das weiter ausbaut und noch mehr Messungen macht. Zum Schluss der Convention gibt es immer eine große Abschlussveranstaltung. Mit großem Gejubel werden die Referenten geehrt und natürlich gibt es ein Dankeschön an Frank Doerr und Lamia. Die ganze Veranstaltung würde nicht so gut laufen, wenn Dirk nicht, im Hintergrund, organisiert und räumt. Ein großer Dank auch an Nicole, für die zauberhafte Blumendekoration. Einer der Teilnehmer ergriff noch das Wort und bat uns Mikao Usui auch zu danken. Ihm verdanken wir Reiki. Eine unbeschreibliche Energie breitete sich aus und alle wurden still und andächtig. Nun beginnt das Umarmen und das Verabschieden, jedes Jahr mit viel Freude und ein wenig Traurigkeit im Herzen. Es waren wunderschöne, intensive Tage an denen ich viel gelernt habe und viele nette Menschen kennen lernen durfte.