Reiki Mööt 2019 in Barmstedt, 13.9.-15.9.2019

Auch in diesem Jahr bin ich zur Reiki Mööt nach Barmstedt gefahren. Die Anfahrt mit der Deutschen Bahn ging zügig und ohne Hindernisse, was bei der Bahn schon eine Besonderheit geworden ist. Barmstedt ist ein netter, kleiner Ort in Norddeutschland. Da ich rechtzeitig angekommen bin, hatte ich noch Zeit einen wunderschönen Spaziergang um den kleinen See zu machen.

Die Mööt findet immer im Kreisjugendheim statt.  Das Ankommen ist immer wieder schön. Man trifft sofort Bekannte vom letzten Jahr und lernt auch sofort neue Teilnehmer kennen. Frank Glatzer hat die Mööt in kurzen Worten eröffnet und alle Referenten vorgestellt. In diesem Jahr waren die Referenten:  Ageh Popat, Frans Stiene, Dr. Mark Hosak, Stefan Karnev, Gerd Knieps, Andrea Leitold, Brigitte Grimberg, Dr. Petra Koch, Frank Glatzer, Claudia Lewerenz, Sabine Hochmuth, Sonja Lucht und als Teilnehmer Referenten: Grete Vimmer, Bine Borchers, Matthias Korn. Da ich mir natürlich das Programm vorher angesehen habe, wusste ich, was für eine Vielfalt an Vorträgen auf mich zukommen würde. Dieses Jahr hatten wir sehr viel Glück mit dem Wetter. Wir konnten die Pausen bei strahlendem Sonnenschein im Garten verbringen. Wie immer sind die Pausen sehr wichtig, um neue Menschen kennen zu lernen und für einen regen Austausch. Wann hat man schon die Gelegenheit, den erfahrenen Reiki Meistern so einfach und unkompliziert Fragen zu stellen. Die „drei Engel“  von Frank waren auch immer da, wenn es um Organisation oder Fragen ging. In diesem Jahr war ein Engel noch auf Reisen, wurde aber von Uwe gut vertreten. ProReiki hatte auch einen Stand, an dem Viola für alle Fragen um den Berufsverband Rede und Antwort stand.

Freitag 13.9.2019; Die Hauptschwierigkeit ist, wie in jedem Jahr, herauszufinden, zu welchem Vortag oder Workshop gehe ich. Es gibt immer drei Vorträge parallel, die meistens alle drei interessant und hörenswert sind. Auch in diesem Jahr habe ich nur Vorträge gehört, die neu für mich waren. Da ich sehr oft auf Reiki Veranstaltungen gehe, ist das schon sensationell. Begonnen habe ich mit einem Workshop bei Ageh Popat über Reiki und Chakren. Natürlich weiß ich schon sehr viel über Chakren, trotzdem konnte ich von seiner langjährigen Erfahrung noch neue Erkenntnisse gewinnen. Wir haben auch eine sehr schöne Mediation mit Summen durchgeführt. Das war wirklich sehr entspannend und durch das aktive Summen konnte ich sehr gut meine Gedanken abschalten.

Während der Aufbau für den Marktplatz lief, hörte ich einen Erfahrungsbericht von Grete Vimmer über ihre ehrenamtliche Arbeit in einem Hospiz. Grete hat uns den Ablauf eines Tages im Hospiz beschrieben Wir haben so mehr oder weniger mit ihr den Tag durchlebt. Ich bewundere ihre ehrenamtliche Tätigkeit sehr, denn es ist nicht einfach mit diesen schwer kranken Menschen zusammen zu sein. Mittlerweile hat sie jahrelange Erfahrung und Anerkennung in der Einrichtung. Einmal in der Woche geht sie für zwei Stunden dort hin. Es werden zwei Patienten behandelt. Jede Behandlung dauert ungefähr 30 Minuten. Bei neuen Patienten gibt es natürlich eine Erklärung und das Einverständnis wird eingeholt. Die Herausforderungen sind immer vom Zustand des Patienten abhängig. Liegt er im Bett und kann sich kaum bewegen oder sitzt er im Rollstuhl. Man kann schwerlich dann alle Positionen machen, da man nicht überall ankommt. Grete sagt, Reiki fließt dorthin, wo es gebraucht wird. Das habe ich auch festgestellt und das entspannt die Behandlung natürlich sehr. Grete schenkt den Patienten in der letzten Lebensphase: noch einmal Entspannung, Zufriedenheit und Berührung. Ihr Motto dabei: Den Tagen mehr Leben schenken.

Nach dem Abendessen gab es wieder den Marktplatz. Hier können die Referenten ihre Bücher, Öle oder Steine zum Kauf anbieten. Das ist immer ein buntes Treiben, bei dem man auch gut ins Gespräch kommt.

Samstag 20.9.2019; Mein erster Vortrag war: Reiki und Wasser, referiert von Stefan Karnev.  Dass der menschliche Körper aus mehr als 90% Wasser besteht, wusste ich. Es ist auch sehr wichtig, gutes, hochwertiges Wasser zu trinken. Stefan erzählte, dass die Frauen früher in Bulgarien „nicht angesprochenes Wasser“ geholt haben. Damit ist gemeint, dass sie Quellwasser geholt haben und auf dem Weg nach Hause kein Wort gesprochen haben. Das Wasser sollte also auch rein, ohne irgendwelche Worte sein. Im Umkehrschluss heißt es, das alles, was wir sagen, als Information in das Wasser geht, welches wir auf dem Tisch stehen haben. Das heißt, alle schlechte Laune und alle negativen Worte gehen als Information in das Wasser. Stefan berichtete, wie er das Wasser mit Reiki energetisch reinigt und dann mit Reiki energetisch auflädt. Das Wasser sollte man dann bewusst und in Dankbarkeit in kleinen Schlucken trinken. Man kann das Wasser zusätzlich auch mit einem Bergkristall energetisieren.

Danach hörte ich einen Vortrag von Andrea Leitold über Reiki und Sterbebegleitung. Das ist immer ein schwieriges Thema, über das sonst nicht gesprochen wird. Hier ein kleiner Leitfaden, was man tun kann, wenn die Situation da ist. 1)  Ein sicheres Umfeld schaffen und den Raum energetisch reinigen. 2) Den eigenen Verstand in die Schranken verweisen und ruhig bleiben. Reiki atmen und an sich denken. 3) Eine Art Krankenwache halten und mit dem Menschen sprechen. Wenn man sich mit Reiki verbindet ist es leichter auf die Schwingung des Sterbenden zu gehen. Dann findet man auch die richtigen Worte und kann beruhigen. 4) Mediation, also in ein waches, liebendes Bewusstsein gehen. 5) In Liebe den Menschen loslassen. Der Schutzengel steht schon bereit. Man kann auch eine Lichtsäule erstellen, damit die Seele dann leichter gehen kann.

Von Frau Dr. Petra Koch hörten wir einen Vortag über Reiki und die Rolle der Faszien in der Schmerzbehandlung. In diesem Vortag sahen wir auch Bilder der Faszien, die direkt über den Muskeln und Sehnen liegen. Die Ursachen von zum Beispiel Kopfschmerzen können an einer ganz anderen Stelle als dem Kopf sein. Wenn z.B. an der rechten Hüfte die Faszien verkürzt sind, kann der gesamte Körper dadurch schief werden und die Schmerzen z.B. an der Schulter entstehen. Eine Ursache für die Nackenverspannung kann Angst und Anspannung sein. Hierbei ist es hilfreich Reiki am Hinterkopf zu machen. Auch hierfür sahen wir sehr gute Fotos von den Muskel- und Nervensträngen des Hinterkopfes. Einflüsse für Kopfschmerzen können ungesunde Ernährung sein oder Psychofaktoren. Auch Umwelteinflüsse spielen dabei eine entscheidende Rolle. Positiv wirkt sich dabei immer regelmäßig Sport aus. Auch eine Wirbelsäulenaufrichtung bringt oft Linderung.

Nach einem leckeren Mittagessen und einer Pause mit viel Sonnenschein im Garten, durften wir weitere interessante Sachen rund um Reiki hören. Mein Interesse galt nun dem Vortrag von Frank Glatzer und Claudia Lewerenz. Das Thema war: Reiki in der Pflege – praktische Übungen. Frank hat Anfang des Jahres ein Pilotprojekt gestartet. Ein Jahr lang, einmal im Monat, geht er mit seinem Team in ein Pflegeheim und behandelt ehrenamtlich Bewohner des Heimes. Es sind mindestens 8 Reiki Praktizierende (ab dem I. Reiki Grad) und es werden bis zu 24 Personen behandelt. Für diese Behandlungen hat er „Standardpositionen“ festgelegt. Die Bewohner werden 30 Minuten behandelt. Die Resonanz ist unglaublich gut. Die Menschen freuen sich jedes Mal, wenn sein Team kommt. Die Wirkung ist sehr gut. Die Klienten entspannen sich und werden ausgeglichener. Die körperliche Nähe und die Berührung beim Reiki geben, hat eine beruhigende Wirkung. Claudia erzählte auch, wie man sich auf jeden Menschen individuell einstellen muss. Das ist einfach etwas anderes, als wenn man zu Hause Klienten behandelt. Es sind nicht nur die körperlichen Befindlichkeiten, auf die man sich einstellen muss. Viele sitzen ja im Rollstuhl und können nicht auf der Liege behandelt werden. Bei den Demenz-Kranken kann es sein, dass sie mitten in der Behandlung aufstehen und einfach gehen. Das sind große Herausforderungen. Die Dankbarkeit der Menschen und die Freude beim nächsten Wiedersehen sind ein guter Ausgleich dafür. Frank zeigte uns auch die genauen Handpositionen, die er für diese Behandlung erarbeitet hat.

Der nächste Vortrag war von Dr. Mark Hosak über Reiki-Einweihungen. Bei der Einweihung werden Rituale zum Aktivieren der Reiki Kraft gemacht. Bei der traditionellen Einweihung in der Linie von Frau Takata werden beim Reiki I vier Einweihungen gemacht. Diese sollten im Abstand von 3-4 Stunden an bis zu 4 Tagen hintereinander gemacht werden. Nach der Übersetzung von Mark bedeutet Reiki;  Rei- spirituelle ; Ki-Lebensenergie.

Danach gab es ein Reiju, also auch eine Art Einweihung, beziehungsweise eine Energieübertragung. Ich habe das Reiju bei Mark mitgemacht. Wir sind spontan in den Garten beziehungsweise in das Amphitheater gegangen. Ein Reiju unter freiem Himmel, mit den Geräuschen der Natur, ist immer etwas Besonders.

In diesem Jahr hatten wir wirklich Glück mit dem Wetter. Der Grillabend war wieder sehr gemütlich und von den Temperaturen her auch angenehm.

Ab 20.00  Uhr bot Sabine Hochmuth eine Vollmondmeditation an. Man verbindet sich energetisch in einer großen Gruppe und lässt ein bestimmtes Thema auf sich wirken. Die Erkenntnisse oder Eingebungen, die man während der Meditation gewonnen hat, können hinterher dann besprochen werden. Das Thema im September ist: Gleichgewicht.

Der Sonntag begann mit einem Workshop, auf den ich mich schon besonders gefreut hatte. Sonja Lucht berichtete über: Steine vom Kauf über Anwendung, Reinigung bis zum „bitteren Ende“. Um Steine energetisch anzuwenden ist es sehr wichtig, dass sie eine sehr gute Qualität haben. Je natürlicher die Steine sind, desto besser sind sie. Viele der glatten Steine sind getrommelt, um sie so glatt zu bekommen. Was für mich allerdings neu war, dass es Steine gibt, die radioaktiv bestrahlt sind um die Farbe zu optimieren. Auch werden Steine durch Brennen in der Farbe verändert. Solche Steine sind also nicht geeignet, um ihre Steinwirkung zu nutzen. Es ist wichtig die Steine energetisch mit Reiki zu reinigen und hinterher mit Reiki aufzuladen. Eine Amethyst Druse ist auch gut zum Aufladen der Steine. Man legt den Stein einfach über Nacht in die Druse und kann den Stein so ganz einfach aufladen. Für ein gutes Raumklima eignen sich Bergkristall, Rosenquarz und Amethyst. Sonja gab uns noch den Tipp, die Steine intuitiv auszuwählen und nicht stur nach den körperlichen Beschwerden, die man gerade hat. Hinter den körperlichen Befindlichkeiten steht ja meistens eine seelische Ursache. Wenn man intuitiv den Stein erwählt, kommt man so eher an die eigentliche Ursache heran. Wenn man dann vergisst den Stein zu tragen, braucht man ihn dann auch nicht mehr. Zerbrochene Steine gibt man am besten der Natur zurück, indem man sie in der Erde vergräbt.

Im Anschluss hörten wir den Folgevortrag von Sonja Lucht über: Wassersteine, die diversen Methoden und giftige Steine. Es gibt die Möglichkeit, Steine in das Wasser zu legen um das Wasser dann zu trinken. Alle diese Steine müssen als Wassersteine ausgewiesen sein. Sie empfahl uns Rosenquarz, Bergkristall und Amethyst als Wassersteine zu verwenden. Diese Steine sollten dann unebene und unpolierte Steine sein. Je größer die Unebenheit ist, desto größer ist die Wirkung der Steine. Für diese Anwendung nimmt man ein schlichtes Glas, ohne Dekor, aus hochwertigem Glas. Billiges Glas kann sehr viel Metall enthalten. Wenn man die Wirkung eines Steines auf Wasser übertragen möchte, gab sie uns dafür auch einen guten Tipp. Man legt den ausgesuchten Stein auf eine weiße Unterlage und zwischen den Stein und das Glas Wasser einen spitzen Bergkristall. Die Spitze des Bergkristalls muss dann auf das Wasserglas gerichtet sein. Auf diese Weise kommt die Information des Steines in das Wasser. Giftstoffe bleiben in dem Stein. Die Anordnung über Nacht stehen lassen und das Wasser am nächsten Tag  in kleinen Schlucken trinken. Alle Steine, die man trägt oder für das Aufladen des Wassers benutzt, sollte man alle 2-3 Wochen reinigen.

Den letzten Vortag hörte ich von Stefan Karnev. Er sprach über: Reiki und das Testament der farbigen Strahlen des Lichtes. Das Buch die farbigen Strahlen des Lichtes ist von Peter Dunov. Er hat zur selben Zeit gelebt, wie Mikao Usui. Eine Ursache für Krankheit ist das Fehlen des Lichtes in den Organen. Mit Reiki geben wir ja praktisch Licht und Liebe in die Organe und haben so die Möglichkeit, dass die Organe sich heilen. Eine Heilmethode ist auch die Dankbarkeit. Wir kennen das ja auch aus den Lebensregeln von Mikao Usui. Stefan sprach auch davon, dass bei der Zubereitung vom Essen auch die innere Haltung wichtig sein. Ein Essen, welches mit Liebe und mit Freude zubereitet wird ist viel bekömmlicher, als ein Essen was unter Stress mit schlechter Laune gekocht wird.

Zum Abschluss machten wir noch eine Meditation, wobei wir uns auf den Text zu der Farbe Grün einigten. Den Text las er uns in Bulgarisch vor. Da wir die Sprache nicht verstehen, hatten wir so die Möglichkeit die Schwingung und die Essenz der Worte auf uns wirken zu lassen. Ich merkte ganz stark, wie die Meditation gewirkt hat. Dadurch, dass ich den Text nicht verstehen konnte, habe ich meine Gedanken gut ausblenden können und mich nur auf die Schwingung eingelassen.

Bei der Abschlussveranstaltung wurde allen Referenten und Teilnehmern noch einmal gedankt. Wir bekamen unsere Urkunden und wieder eine gebastelte „Medaille“ der Mööt. Eine super tolle Veranstaltung ging nun zu Ende.

2020 wir es keine Mööt geben. Die Mööt geht erst einmal ins Trockendock. Das empfinde ich als sehr traurig, obwohl ich das nachvollziehen kann. Im nächsten Jahr macht das Reiki Do Team tolle neue Projekte. Ich hoffe, dass die Mööt im Jahre 2021 vielleicht in einer neuen Werft vom Stapel läuft.